Aktien

Mit Aktien zu Ihrem großen Gewinn

Aktien sind eine Form der Geldanlage, die langfristig einen höheren Gewinn abwerfen als z.B. Sparbücher. In den USA ist dies eine beliebte Methode. Dort ist die Aktienanlage eine klassische Variante der Altersvorsorge. In Deutschland wird sie wenn als Geldanlage verwendet. Durch die Schwankungen, die am Aktienmarkt entstehen, haben viele Angst davor Geld zu verlieren. Falls Sie sich davon nicht abschrecken lassen, finden Sie hier alles was Sie über Aktien wissen sollten.

Was sind Aktien?


Große Unternehmen sind teil einer Aktiengesellschaft. Aktienmärkte bietet Ihnen die Möglichkeit Kapital einzusammeln. Im Rahmen eines Börsengangs werden an interessierte Personen Aktien ausgegeben. Somit können Sie sich am Produktivvermögen eines Unternehmens beteiligen. Das beinhaltet die Anteilnahme am Gebäude, Maschinen oder Patente.
Somit sind Aktien Wertpapiere, die einen Anteil des Unternehmens darstellen. Kauft eine Person Aktien eines Unternehmens, so ist dieser zu einem bestimmten Prozentsatz Miteigentümer. Das von der Person enthaltene Geld, stellt Eigenkapital des Unternehmens dar. Je mehr Aktien eine Person besitzt desto größer ist auch Ihr Anteil. Weist ein Aktionär genügend Wertpapiere auf, hat dieser sogar Einfluss auf die Entscheidungen. Die Menge, die dafür benötigt wird, erreicht ein normaler Aktionär nicht.

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Wie funktioniert der Aktienhandel?


Braucht ein Unternehmen Geld für teure Investitionen oder möchte expandieren, hat es die Möglichkeit durch die Herausgabe von Aktien Geld zu einzunehmen. Vergleichen kann man den Vorgang mit Krediten. Das Unternehmen braucht Geld und bietet dem Aktionär als Sicherheit einen Anteil seiner Firma an. Das Unternehmen braucht ein gewisses Fundament an Eigenkapital, welches bei einer Aktienausgabe geteilt wird. So gesehen ist eine Aktie ein Bruchstück vom Grundkapital der Firma. Wie bereits erwähnt erhält der Aktieninhaber mit dem Erwerb gewisse Rechte und Pflichten. Demnach ist es ihnen gestattet einmal im Jahr an der Aktionärsversammlung teilzunehmen. Auf der werden sie über Gewinn und Verlust in Kenntnis gesetzt. Ebenfalls wird dort die Höhe der Dividende, die jährlich ausgezahlt wird, bestimmt.

Die Börse

An der Börse haben Aktieninhaber die Möglichkeit Aktien zu kaufen oder zu verkaufen. Der Börsenkurs berechnet sich aus verschiedenen Parametern. Mit ihnen steigt oder fällt der Wert der Aktie. Verkauft man diese, wenn sie gut im Kurs steht, kann man sogar mehr Geld erhalten als man vorher bezahlt hat. Da die Entwicklung einer Aktie nicht vorhersehbar ist, kann es auch vorkommen, dass ein Aktionär seine Ersparnisse verliert.

Die Börse ist ein Markt, der einen zentralen Punkt darstellt. Hier werden Händler zusammengeführt und Preise, auch Kurse genannt, für die einzelnen Güter festgelegt. Bestimmt wird der Wert der Kurse somit auch der Aktie durch Angebot und Nachfrage. Die Preise einer Aktie stiegen, wenn das Angebot knapp ist, aber die Nachfrage hoch ist. Gesenkt werden die Preise, bei einem zu großen Angebot, jedoch einer zu geringen Nachfrage. Dadurch soll das Angebot attraktiver wirken. Beeinflusst werden die Nachfrage und das Angebot durch wirtschaftlichen, politischen oder auch durch einem Führungswechsel innerhalb der Firma.

Wie Aktien kaufen und verkaufen?


Um eine Aktie kaufen zu können wird zuerst ein Depot bei einer Bank oder einem Broker benötigt. Nach der Eröffnung eines Depots wird Geld auf ein Verrechnungskonto überwiesen. Der Kauf und Verkauf der Aktie wird über dieses Konto abgewickelt. Beim handeln mit Aktien hat der Anleger zwei Möglichkeiten. Aktien können über die Börse oder auch außerhalb dieser ge- und verkauft werden. So kann man sich in einer Ordnermaske den Handelsplatz aussuchen. Die meisten nutzen zum Handeln den elektronischen Handelsplatz Xetra.
Ein außerbörslicher Handel ist nicht für alle Aktien mögliche. Anders als bei einer Börse ist hier kein richtiger Handelsplatz vorhanden. Der handel findet mit den Partnern des Brokers, also der Bank selbst statt. So wird bei einem Kauf oder Verkauf dem Anleger ein Angebot gemacht, dass für einige Zeit verbindlich ist und bei einer Zusage sofort umgesetzt wird.

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Welche Aktienarten gibt es?


Aktie ist nicht gleich Aktie. Auch Aktien werden in unterschiedliche Arten bzw. Begriffe klassifiziert. Ein Unterscheidungskriterium zum Beispiel können die Rechte sein, die diese beinhalten.
Die wichtigsten sind hier zu nennen:

1. Stammaktien und Vorzugsaktien

Der Unterschied hier, ist das Anrecht das eine Person bei dem Kauf einer dieser Aktie erwirbt. Bei einer Stammaktie erwirbt der Aktionär ein Stimmrecht bei der Hauptversammlung. Somit kann dieser bei Entscheidungen der Unternehmensleitung teilnehmen und hat sogar Veto Recht. Dies hat eine Person bei dem Erwerb einer Vorzugsaktie nicht. Hier wird als Ausgleich mehr Dividende ausgezahlt. Das bedeutet, dass dem Aktionär ein Teil des Bilanzgewinns ausgezahlt wird. Die muss nicht immer der Fall sein, so kann trotz eines Gewinns eine Dividendenausschüttung ausbleiben, wenn es aus unternehmerischen Gründen notwendig ist. Kommt es zu einer Auszahlung erfolgt diese in der Regel ein Tag nach der Hauptversammlung, wodurch bei dem Kurs ein sogenannter Dividendenabschlag zustande kommt. Damit ist gemeint, dass nach einer Auszahlung der Kurs der Aktie um einen Betrag fällt.

2. Inhaberaktien und Namensaktien

Hier wird in der Übertragbarkeit unterschieden. Bei der Inhaberaktie steht das Recht dem Inhaber der Wertpapiere zu. Bei der Namensaktie wiederum ist das Eintragen des Namens des Aktionärs in das Namensregister erforderlich.

3. Nennwert- und Stückaktien

Nennwertaktien besitzen ein Grundkapital. Das wird nach dem Nennwert der Aktie aufgeteilt. Das beträgt meistens einen Euro. Dadurch ist es möglich viele Aktien heraus zu gegeben. Die Stückaktien hingegen besitzen keinen Nennwert. Hier teilt die Aktiengesellschaft diese in einer bestimmten Anzahl aus.

4. Junge und alte Aktien

Findet eine Kapitalerhöhung statt, wird dem Aktionär junge Aktien angeboten. Eine Kapitalerhöhung kann ein Unternehmen dann durchführen, wenn es mehr Geld benötigt. Damit es an mehr Geld kommt, werden mehr Aktien zur Verfügung gestellt. Bei alten Aktien handelt es sich um Wertpapiere, die schon vor der Kapitalerhöhung existierten. Den Inhabern solch einer Aktie werden als Ausgleich Bezugsrechte angeboten. Diese können sie entweder für den Kauf junger Aktien nutzen oder wie Aktien an der Börse verkaufen.

Wichtige Begriffe


Hat man an der Börse zutun, fallen einige Begriffe, die fdür den Händler wichtig sind zu wissen bzw. zur Allgemeinbildung des Börsenwissens gehören.

Bulle und Bär

Bei Bulle und Bär handelt es sich um Begriffe, die symbolich den fallenden oder steigenden Kurs darstellen sollen. Da ein Bulle mit seinen Hörnern von unten nach oben stößt und jederzeit los stürmen kann, steht dieser für den steigenden Kurs. Der Bär hingegen greift von oben nach unten an und bewegt sich eher schwerfällig, weshalb er für den fallenden Kurs steht. Auch auf Händler werden die Begriffen angewendet. So steht „bullish“ für Händler, die sich auf die steigenden Kurse konzentrieren und „bearish“ für diese, die die fallenden Kurse behandeln.

Short- Position

Hierbei versuchen Händler mit fallenden Kursen Geld zu verdienen. Dabei „shorten“ sie die Aktien, also veranlassen Leerverkäufe. Dafür leihen sie sich von der Bank Wertpapiere gegen eine Gebühr und verkaufen diese sofort wieder. Verliert die Aktie dann an Wert, kaufen die Händler die Papier, nachdem sie gesunken ist, wieder und geben diese an die Verleiher zurück. Der Gewinn resultiert aus der Differenz zwischen Verkaufskurs und dem niedrigen Rückkaufkurs. Der Gegenteil von der Short-Position ist die Long-Position.

Long-Position

Die Long-Position, ist die Strategie Aktien mit einem niedrigen Kurs zu kaufen und zu verkaufen, wenn der Kurs gestiegen ist. Investoren, die eine Long-Position eröffnen versuchen demnach mit steigenden Kursen Gewinn zu erzielen.

Put-Option

Die Put-Option räumt dem Käufer das Recht ein, eine Aktie in einem festgelegten Zeitraum dem Verkäufer jederzeit zu einem festgelegten Preis zu verkaufen. Fallen die Kurse, muss der Verkäufer die Aktie zu diesem Preis kaufen, auch wenn diese den Kaufpreis nicht mehr wert ist. Demnach macht der Käufer der Put-Option bei fallenden Kursen einen überproportionalen Gewinn. Um den Nachteil auszugleichen, zahlt der Käufer der Option dem Verkäufer eine Prämie. Steigen die Kurse, so wird der Käufer der Put-Option die Aktie in dem festegegten Zeitraum nicht verkaufen. Somit kann der Verkäufer die Prämie als Gewinn verbuchen. Der Verkäufer der Put-Option setzt demnach auf steigende Kurse.

Call

Der Call ist eine Kaufoption, die dem Käufer das Recht einräumt eine Aktie in einem bestimmten Zeitraum zu einem festgelegten Preis zu kaufen. Steigt der Kurs, so kann der Käufer der Call-Option die Aktie günstiger kaufen und mit Gewinn verkaufen. Für diese Kaufoption zahlt der Käufer des Calls dem Verkäufer eine Prämie. Der Käufer des Calls macht demnach bei steigendem Kurs Gewinn. Der Verkäufer des Calls kann dagegen bei fallenden Kursen die Prämie als Gewinn verbuchen.

Aktien

Worauf ist zu achten?


Da der Aktienhandel ein komplexer Vorgang ist, der auch mit Risiken verbunden ist. Daher ist es vom Vorteil die Sache langsam anzugehen. Auf jeden Fall sollte man nicht einfach drauf loskaufen. Für Anfänger ist es ratsam den Aktienkurs erst einmal zu beobachten, um ein Gespür für die Abläufe zu erhalten. Es gibt auch Optionen ohne Geldeinsatz mitzubieten. Damit bekommt eine Person tiefere Einblicke in das Prozedere und kann sich selbst austesten. Dadurch wird einem finanziellen Verlust umgangen. Wird zum ersten Mal Geld eingesetzt, ist es ratsam mit einer kleinen Summe zu beginnen. Anfangs ist auf jeden Fall mit einem Verlust zu rechnen. Es gibt noch weitere Punkte, die zu beachten sind, um Anlagefehler zu vermeiden

1. Kein Aktienhandel ohne Grundkenntnisse

Auch wenn sich der Aktienhandel einfach anhört, ist es ratsam sich vorher über die Grundbegriffe und Regeln zu informieren. Somit werden unangenehme Überraschungen, wie Verluste oder unerwartete Kosten vermieden.

Zudem ist es sehr gut, wenn sich eine Person über das Unternehmen, dessen Konkurrenz und die Branche informiert. Auch sind Vergleiche eine gute Methode, um die geeignete Aktie herauszufinden.

2.  Kredit gegen Aktien

Generell sollte eine Person nicht mit geliehenen Geld in eine Aktie investieren. Von wo das Geld geliehen ist, spielt hier keine Rolle. Das Risiko ist zu hoch Geld zu verlieren. Ist das Startkapital noch zu gering, so sollte lieber weiter gespart werden.

3. Blind zu vertrauen

Meistens geben Nachbarn, Freunde oder Familienmitglieder Aktien Empfehlungen. Zu raten ist, diesen nicht blind vertrauen. Am Besten ist es sich über die Aktien zu informieren und sich auf die negativ Punkte zu konzentrieren. Desto weniger die Aktie hat, desto seriöser ist diese.

Das Gleiche gilt auch für die Beratung bei einem Bankangestellten. Generell ist dagegen nichts einzuwenden, wenn eine Perosn sich von einem Bankangestellten beraten lassen möchte. Dabei ist zu bedenken, dass dieser eine Vorgabe und eine Quote zu erfüllen hat. Daher ist es ratsam sich zufragen warum er diese Aktie empfiehlt und ob diese Aktie zu den eigenen Vorstellungen passt.

4. Nicht alles auf eine Aktie setzen

Das gesamte Startkapital nicht nur auf eine Aktie anlegen. Zwar kann der Anleger bei einer gut laufenden Aktie mehr Gewinn erzielen, aber auch die Gefahr eines größeren Verlustes ist höher. Besser ist es, auf mehrere Aktien aus verschiedenen Branchen zu investieren. Zu empfehlen sind acht bis zehn unterschiedliche Aktien im Depot zu besitzen.

5. Kein Aktienhandel ohne Strategie

Eine Aktie ist mit bedacht auszuwählen. Falsch wäre es ein Glücksspiel daraus zu machen. Die richtige Strategie führt zum Erfolg. Diese soll nicht allzu oft gewechselt werden, wenn man einen Gewinn aus seiner Aktie erzielen möchte. Denn wer zu oft die Strategie wechselt schmälert den Erfolg.

6. Kein Ausdauervermögen

Ein Ausdauervermögen sollte beim Aktienhandel vorhanden sein. Braucht man das Geld kurzfristig, sollte kein Aktienhandel betrieben werden. Bis eine Person vom Handel profitiert, können 10 bis 20 Jahre vergehen. Bis dahin braucht man ein Ausdauervermögen und muss einige Rückschläge hinnehmen.
Dabei ist es wichtig, dass der Händler nicht jeden Tag nach den Aktienständen schaut. Nimmt man als Beispiel eine Aktie mit einer Rendite von 15 Prozent und einer Volatilität (Unsicherheit) von 10 Prozent, dann beträgt die Wahrscheinlichkeit in einem Jahr einen Gewinn zu erziehlen 94 Prozent. Würde der Händler in dem Zeitraum, die er seine Aktie hält, nur jedes Jahr einmal den Aktienkurs überprüfen, dann wird er für jeden Misserfolg 19 Erfolge verzeichnen. Die Wahrscheinlichkeit, dass nach einem Tag ein Gewinn erziehlt wird, liegt bei nur 54%. Sichtet der gleiche Händler mit der gleichen Aktie dagegen jeden Tag den Kurs, dann kommen auf 177 Misserfolge nur 197 Erfolgserlebnisse. Unter Berücksichtigung, dass Misserfolge psychologisch schwerer wiegen als Erfolge, ist es nicht ratsam zu häufig nach den Aktienkursen zu sehen.

7. Verluste hinnehmen

Wie schon eben erwähnt kann es in dem Zeitraum einige Rückschläge bzw. Verluste geben. Sinkt eine Aktie muss nicht tatenlos zugeschaut werden. Vor dem Kauf einer Aktie soll überlegt wo die unterste Schmerzgrenze liegt. Dementsprechend wird eine Stopp-Loss-Marke gesetzt. Um sich vor unkalkulierbaren Verlusten zu schützen, ist es zu empfehlen diese Marke beim anstieg des Aktienkurses anzuheben.

8. Zu teuer einkaufen

Bei dem Kauf einer Aktie soll immer auf das Kurs-Gewinn-Verhältnis geachtet werden. Somit lässt sich vermeiden, dass ein Interessent eine Aktie zu teuer einkauft.

9. Ungünstig verkaufen

Eine Aktie soll nicht zu einem unvorteilhaften Zeitpunkt und niedrigen Kurs verkauft werden. Ist die gewünschte Rendite erreicht kann eine Aktie schon nach vier Jahren verkauft werden. Das gilt auch, wenn sich der Händler vorgenommen hat seine Aktie erst in fünf Jahren zu verkaufen. Es ist wichtig nicht gierig zu werden und gewinnbringend zu handeln, um kein unnötiges Risiko einzugehen.

10. Die Dividende vernachlässigen

Die Dividendenausschüttung sollte in die Rendite miteinberechnet werden. Wenn eine Händler diese Beträge in Aktien reinvestiert, steigert er somit seine Rendite weiter.

11. Keine fallende Aktien kaufen

Eine Aktie soll nicht gekauft werden, wenn sie fällt. Empfehlenswert ist es, wenn ein Interessent sie beobachtet und erst dann kauft sobald der Kurs wieder am steigen ist. Andererseit ist die Gefahr groß Verlust zu machen.