Autofinanzierung

Die Autofinanzierung, die Hilfe für Ihr neues Auto

Die wenigsten können sich ein Auto auf Anhieb leisten. Die Autofinanzierung soll in diesem Fall als zusätzliche Unterstützung dienen. Wer darüber nachdenkt, sich ein Auto anzuschaffen, kann sich hier über die verschiedenen Formen informieren.

Was ist eine Autofinanzierung?


Besitzt ein Käufer ein geringes Vermögen, so unterstützt eine Autofinanzierung diesen bei seinem Kauf eines Neu- oder Gebrauchtwagen. Demnach ist eine Autofinanzierung eine Form des Kredits. Beantragt wird dieser für gewöhnlich bei der Bank oder einem Kreditinstitut. Anders als zum Beispiel bei einem Ratenkredit ist der Autokredit Zweckgebunden. Dieser ist nur für den Kauf eines Fahrzeuges zu verwenden.


CarCredit der Santander Consumer Bank

Welche Vorteile ergeben sich durch eine Autofinanzierung?


Für viele ist es erst mit einer Autofinanzierung möglich sich ein Auto anzuschaffen. Eine Autofinanzierung bringt den Vorteil, dass der Kunde von günstigen Konditionen profitiert. Durch die Hinterlegung des Fahrzeugbriefes bei dem Kreditinstitut oder der Bank entstehen für beide Geldnehmer eine gewisse Sicherheit. So kann die Bank bei einem Zahlungsausfall das Fahrzeug verwerten. Da sich dadurch die Sicherheit erhöht bietet diese dem Kunden einen besseren Zinssatz für eine Autofinanzierung an.
Der Kunde kann auch statt dem Fahrzeugbrief den Kaufvertrag bei der Bank hinterlegen. Allerdings muss dies innerhalb von vier Wochen geschehen. Andererseits erhöht die Bank abhängig vom Kaufvertrag den Zinssatz. Da der günstige Zinssatz nur für den Gebrauch im Fahrzeugbereich gedacht ist.

Weitere Vorteile

Ein weiterer Vorteil bei der Autofinanzierung ist, dass Sie beim Kauf eines Fahrzeugs barzahlen können und somit vom Händler meist einen Preisnachlass erhalten. Sind dann noch die Zinsen von dem Kredit geringer als der bewilligte Rabatt, machen Sie sogar noch ein Plus durch die Autofinanzierung.
Weitere Einsparungen können durch den Vergleich mehrerer Bank erzielt werden. Denn je geringer der Zinssatz ist, desto niedriger sind die zurückzuzahlenden Raten. Beziehungsweise kann der Kredit bei unveränderten Monatsraten schneller abgezahlt werden.
Da es sich bei einem Autokredit um eine Art Ratenkredit handelt, hat der Kunde den Vorteil die monatlichen Belastungen einzukalkulieren.

Wer kann einen Autokredit beantragen?


Generell kann jeder einen Autokredit beantragen, der sich zum Kauf eines neuen Fahrzeugs oder Gebrauchtwagen entschieden hat. Allerdings heißt das noch lange nicht, dass auch jeder eine Kreditzusage erhält. Denn auch der Autokredit ist wie die herkömmlichen Kredit an gewisse Bedingungen gebunden. Demnach hat ein Kreditnehmer häufig einen Nachweis über ein geregeltes Einkommen vorzuzeigen und muss nachweisen können, dass sein Schufa-Score positiv ist.

Weitere Anforderungen sind:

› Ein gültiger Personalausweis und eine aktuelle Meldebescheinigung
› Gehaltsnachweis und entsprechende Kontoauszüge
› Auskunft über die Bonität und den Schufa-Score
› Nachweise über vorhandene Lebensversicherungen und Geldanlagen
› Nachweise über vorhandene Kredite
› Der Arbeitsvertrag
› Eine Bürgschaft
› Zu guter letzt die Lohnsteuerkarte

Varianten der Autofinanzierung


Da viele nicht das nötige Kleingeld besitzen, um sich auf Anhieb ein Auto zu kaufen, greifen Sie auf eine Autofinanzierung zurück. Dabei gibt es mehrere Methoden, die zur Verfügung stehen.

1. Auto Leasen

Das Autoleasing rentiert sich eher für Selbstständige oder Unternehmer. Die Firma hat hier die Möglichkeit die Kosten von der Steuer abzusetzen. Beziehungsweise kann ein Kunde mit der Leasingfirma ein Vertrag abschließen. Somit stellt das Leasingunternehmen dem Kunden ein Fahrzeug zur Verfügung.
Häufig wird hier eine Einmalzahlung veranlasst und die weiteren Beträge werden in Raten an einem festgelegten Zeitraum abgezahlt. Endet der Vertrag wird das Auto wieder an die Leasingfirma zurückgegeben. Am Ende wird meist nochmal mehr Geld verlangt.  Durch die Prüfung des Zustands, kann es noch zu einer Nachzahlungsforderung kommen.

2. Drei-Wege-Kredit

Diese Variante lohnt sich vor allem für Privatpersonen. Hierbei handelt es sich um drei Säulen, die den Vorgang der Finanzierung beschreiben. Bei der ersten Säule handelt es sich um die Anzahlung für das neue Auto. Bei der zweiten Säule um die monatlichen Raten. Die dritte Säule beinhaltet die Schlusszahlung.
Bis die Summe komplett durch den Autokäufer beglichen ist, bleibt das Autohaus oder die Bank der Besitzer des Fahrzeugs. Am Ende der Laufzeit hat der Käufer drei Optionen, wie er die Schlussrate abbezahlen möchte. Zur Auswahl steht ihm, dass er das Auto entweder zurückgibt, den Endbetrag komplett zurückzahlt oder die Schlussrate wieder finanziert.
Der Restwert des Autos bildet hier die Schlussrate. Die Kontrolle nach Kratzern erfolgt bei der Abgabe. Hier kann wie beim Leasing eine Nachzahlung auf den Verkäufer zukommen.

3. Autokredit

Um sich ein Auto zu finanzieren greifen viele auf den Ratenkredit zurück. Der Betrag wird hier monatlich zu einer bestimmten Raten innerhalb der vereinbarten Laufzeit zurückbezahlt. Angeboten wird dieser mit und ohne Anzahlung. Entscheidet sich ein Kunde gegen eine Anzahlung, so nimmt dieser eine längere Kreditlaufzeit in kauf. Zu beachten ist, dass die Laufzeit des Kredits nicht länger als die des Nutzungszeitraums vom Auto ist. Optimal ist eine Laufzeit von zwei, drei Jahren. Positiv ist, dass Binnen dieser Laufzeit der Kunde noch von der Herstellergarantie in der Werkstatt profitiert. Diese sind nämlich kostspielig und sind bei der Vollkaskoversicherung fast auszuschließen. Kunden mit einem gebrauchtem Auto ist es zu raten, dass sie zusätzlich eine erweiterte Gebrauchtwagengarantie beantragen. Der Nachteil bei verlängerten Darlehenslaufzeiten ist, dass im Falle eines Totalschadens oder einer kostenspieligen Reparatur der Eigentümer das Darlehen weiter abzahlen muss. Auch wenn ihm das Fahrzeug schon lange nicht mehr gehört.

Was muss bei einer Autofinanzierung beachtet werden?


Der Kunde hat die Auswahl zwischen verschiedenen Autokrediten. Natürlich hat dies den Vorteil, dass somit unterschiedliche Konditionen vorhanden sind und dadurch für jeden etwas dabei ist. Allerdings verbergen sich unter der großen Auswahl auch Angebote, die sich besser anhören als sie sind. Um ein böses erwachen zu vermeiden sollten Sie sich gut informieren bevor es zu einem Vertragsabschluss kommt.

Gewöhnlich setzt sich eine Autofinanzierung aus der monatlichen Ratenzahlung mit konstant bleibender Höhe zusammen. 36 Monate ist eine optimale Laufzeit für diese Form des Kredits. Ein Angebot für einen günstigen Zinssatz erhält der Kunde bei einer guten Bonität und dem Nachweis eines regelmäßigen Einkommen. Allerdings sollten Verbraucher sich nicht von der Nullprozent-Finanzierung der Autobanken zum Kauf eines Fahrzeugs verführen lassen. Denn niedrige Zinsen erhalten Kunden nur, wenn sie eine Top-Bonität vorweisen können. War der Kunde einmal in Verzug mit der Ratenzahlung oder das Einkommen ist ungewiss, so erhält dieser einen deutlich höheren Zinssatz, der den Kredit teurer werden lässt. Zusätzlich sollten neben dem Zinssatz auch die Bearbeitungsgebühren genauer angeschaut betrachtet werden. Denn diese variieren deutlich von Kreditunternehmen zu Kreditunternehmen.

Restschuldversicherung

Auch kann es vorkommen, dass dem Kunden bei einer Fahrzeugfinanzierung versucht wird, eine teure Restschuldversicherung an den mann zu bringen. Allerdings deckt diese in den seltensten Fällen die Arbeitslosigkeit ab. Meist greift diese erst beim Todesfall oder bei einer schweren Erkrankung.

Ballonfinanzierung

Es kann auch vorkommen, dass eine Autofinanzierung als Ballonfinanzierung angeboten wird. Bei dieser Form wird der Kredit ebenfalls mit konstant bleibenden monatlichen Raten abgezahlt und mit einer Restzahlung abgeschlossen. Die Restzahlung fällt sehr hoch aus, wodurch die Raten gering bleiben. Dennoch muss diese am Ende der Ballonfinanzierung komplett zurückbezahlt werden. Ist dies für den Kunden nicht möglich, so wird diesem ein neuer Kredit, meist zu unattraktiven Konditionen angeboten.

Ein Vergleich lohnt sich

Um die zu Ihnen passende Autofinanzierung zu finden, ist daher ein vergleich ratsam. Um den Überblick nicht zu verlieren, ist ein Kredit-Rechner sehr hilfreich. Ein weiterer Vorteil ist, dass dieser kostenlos ist und die Anfrage keine Auswirkung auf den Schufa-Score hat. Durch die tägliche Prüfung der Angebote, ist es möglich, dass dieser die aktuellste Auswahl liefert.

Wo erhält man den besten Kredit?


Ist die Kreditaufnahme für ein Neu- bzw. Gebrauchtwagen beschlossen, ist nun die Frage zu klären, wo man die beste Autofinanzierung herbekommt. Schließt man einen Finanzvertrag beim Händler mit der Autobank ab oder sollte man doch lieber zur Hausbank gehen? Vielleicht doch lieber die Onlinebank?
Um die Entscheidung zu erleichtern, wird hier kurz zwischen den einzelnen Kreditanbietern verglichen:

Autobank

Generell raten Händler und Hersteller dem Kunden eine Autofinanzierung über die Autobank abzuschließen. Dahinter steckt, den Kunden ans Haus zu binden. Diese bieten überwiegend die Ballonfinanzierung mit Schlussrate an. Das bedeutet, dass am Ende der Kunde den Restwert des Autos mit einem Schlag bezahlen muss. Liegt der Restwert bei 8000 Euro, entscheiden sich viele Kunden für einen Ratenkredit. Dieser wird jedoch meist unter schlechteren Konditionen vergeben.
Der Vorteil ist, dass die Autofinanzierung direkt beim Kauf abschließbar ist. Die Zinssätze werden meist von den Händlern subventioniert.
Der Nachteil ist, dass die Händler dem Kunden häufig die Ballonfinanzierung anbieten. Außerdem sind die klassischen Produkte meist zu teuer.

Hausbank

Die Hausbank hingegen geht etwas konservativer vor. Hier spielt beim Zinssatz die Bonität eine größere Rolle als die Zahlungsfähigkeit des Kunden. Weitere wichtige Faktoren ist das Gehalt, jegliche Verpflichtungen und die Höhe der Miete. Der Vorteil hier ist, dass der vertraute Berater die komplette Situation des Kunden überblickt und diesen stoppen kann, sollte dieser sich finanziell übernehmen.
Vorteil hier ist, eine sehr gute Übersicht und das die Konditionen an die eigenen Verhältnisse angepasst werden.
Nachteil hingegen ist die geringe Transparenz für den Kunden. Zu dem kann dieser den Kredit nur persönlich in der Filiale abschließen.

Onlinebank

Das Angebot im Internet ist riesig, weshalb schnell der Überblick verloren geht. Trotzdem besteht kein Grund sich sorgen zu machen, etwas abgeschlossen zu haben, was übersehen wurde. Denn grundsätzlich haben Sie ein Widerspruchsrecht von zwei Wochen. Zu dem besteht erst eine Gültigkeit des Geschäfts, wenn die Unterschrift per Post geleistet wurde. Falls Ihnen dennoch das Internet zu unübersichtlich ist, ist die Verwendung eines Kredit-Rechners zu empfehlen.
Der Vorteil hier ist, dass geringe Zinsen und eine große Auswahl vorhanden ist. Außerdem ist es möglich, das Geschäft bequem von zu Hause abzuschließen.
Der Nachteil wiederum ist, dass meist versteckte Zusatzpakete abgeschlossen werden. Der Service wird hauptsächlich über Online-Chat bzw. endlos Warteschleifen abgewickelt.

Autofinanzierung

Wie kann man eine Autofinanzierung kündigen?


Bei der Kündigung einer Autofinanzierung muss vorher der Vertrag durchgelesen werden. Denn die Vereinbarungen sind bindend. Da es unterschiedliche Finanzierungsformen gibt, ist es nicht möglich pauschal eine Aussage über die Voraussetzungen und Sachlage zu machen. Außerdem dem ist die Laufzeit sowie der Restkredit entscheidend.
Bei einer Ablösung ist die Vorfälligkeitsentschädigung zu beachten. Diese berechnen die Banken als Entschädigung, da durch die Ablösung die Zinsen für die restliche Laufzeit ausfallen.
Wenn Sie sich dazu entschieden haben den Autokredit zu kündigen, sollten Sie sich beim Händler oder Ihrer Bank über die Rechte und Pflichten erkundigen.

Kündigung/Widerrufen

Häufig kann ein Vertrag 14 Tage nach Vertragsabschluss widerrufen werden. In der Widerrufserklärung müssen die persönlichen Daten, die Bezeichnung des Vertrags, ein Hinweis auf das Widerrufsrecht und dessen Frist, die Widerrufserklärung selbst und eine Erklärung über Wahrung der Frist enthalten sein.

Entscheidet sich der Kunde erst nach Ablauf der Frist den Vertrag zu kündigen, so hat dieser sich an die Bedingungen des Vertrages zu halten. Prinzipiell ist eine Kündigung des Vertrages machbar. Dabei muss sich nur an die entsprechenden Voraussetzungen gehalten werden.