Tagesgeld

Was ist Tagesgeld?


Beim Tagesgeld oder auch Tagesgeldkonto handelt es sich um eine Form der Geldanlage. Die Funktion ist vergleichbar mit der eines Sparbuchs oder eines verzinsten Girokontos. In dem der Sparer Geld auf das Konto legt „leiht“ dieser in gewissermaßen der Bank Geld und erhält im Gegenzug Zinsen. Anders als beim Sparbuch hat der Sparer beim Tagesgeldkonto keine Kündigungsfristen. Dadurch ist es ihm möglich jederzeit über das Geld zu verfügen. Somit eignet es sich für Leute, die es gerade nicht benötigen, aber dennoch Ihr Geld nicht langfristig anlegen möchten.

Im Gegensatz zu anderen langfristigen Geldanlagen, ist beim Tagesgeld die Verzinsung variabel. Das bedeutet, dass der Zinssatz von der Bank angepasst wird und sich somit kurzfristig ändern kann. Zwar besitzt der Sparer Flexibilität, kann sich aber nie auf einen beständigen Zinssatz verlassen.

 

Für wen ist ein Tagesgeldkonto geeignet?


 

Wenn Sie auf der Suche nach einer Geldanlage sind, die flexibel und dazu noch gut verzinst ist, dann ist ein Tagesgeldkonto genau das Richtige für Sie. Dort ist es für Sie möglich Geld zwischen zulagern, welches Sie vielleicht später im Jahr für größere Anschaffungen benötigen könnten.
Beim sparen auf ein Auto, den Jahresurlaub oder die Hochzeit, lohnt es sich das best verzinste Angebote beim Tagesgeld zu verwenden. Auch bei einem Haus- oder Wohnungskauf bietet das Tagesgeld einen Vorteil. Ein Tagesgeld ist ebenso für Kleinanleger praktisch, da die Banken keinen Mindestbetrag vorgeben.

Tipp:

Meistens erhalten neue Kunden höhere Zinsen. Um neue Kunden zu erhalten, werben Direktbanken mit Extra-Zinsen. Dabei fallen diese häufig höher aus als die von den Stammkunden. Meist wird der höhere Zins in Verbindung mit einer Zinsgarantie von über drei, vier, sechs oder gar zwölf Monaten angeboten. In diesem Zeitraum ist der Zins konstant.

 

Was ist bei einem Tagesgeldkonto zu beachten?


1. Die Tagesgeld-Zinshöhe

Der Gewinn Ihrer Kapitalanlage hängt von der Höhe des Zinssatzes ab. Wie bereits erwähnt ist der Zinssatz nicht garantiert. Dieser kann sich täglich ändern.
Oft wird einem Neukunden eine zeitlich befristete Zinsgarantie angeboten. So kann dieser zum Beispiel für die nächsten sechs Monaten mit einem festen Zinssatz rechnen.

Daher sollte Sie was Zinsen angeht auf folgende Punkte achten:

  1. Der Zinssatz, der zum Tagesgeldkonto angeboten wird.
  2. Gilt der Zins zu jeder Höhe des Guthabens? Verändern sich die Konditionen bei größeren Beiträgen?
  3. Wird ein Zinssatz offeriert? Wenn ja, für wie lang und wie hoch ist der Zinssatz danach?

Handelt es sich um eine Sonderaktion und der Zinssatz fällt danach massiv ab, so sollten Sie einen Wechsel zu einem anderen Anbieter vornehmen. Sollten die Bank des Öfteren wechseln, so wird das auch Tagesgeld-Hopping genannt.

2. Häufigkeit der Auszahlung der Zinsen

Der Zeitpunkt der Zinsauszahlung hat beim Tagesgeld einen direkten Einfluss auf den Zinseszins-Effekt. Da die ausgezahlten Zinsen mit dem vorhandenen Kapital neu verzinst werden, steigt Ihr Gewinn. Sie haben bei der Zinsgutschrift die Wahl zwischen drei Optionen: monatlich, vierteljährlich oder jährlich. Was den Zinseszins-Effekt angeht, so ist die monatliche Zinszahlung empfehlenswert.

Auch wenn einige Banken mit hohen Zinsen werben, so zahlen sie diese meist nur jährlich aus. Allerdings kommt es auf die Höhe des Anlagebetrags an. Denn abhängig vom Betrag lohnt sich ein niedriger Zinssatz in Kombination mit einer Öfteren Verzinsung. Allerdings, sollten Sie eher daran interessiert sein eine höhere Summe anzulegen, ist die monatliche Zinszahlung eher zu präferieren.

3. Prüfung der Mindest- und Maximaleinlagen

Die meisten Banken haben eine Vorgabe was den Mindest- und/oder Maximaleinlage beim Tagesgeld angeht. Normalerweise verlangen Banken keine Mindesteinlage. Ist dies doch der Fall, so liegt der Mindestbetrag meist bei entweder 5000 oder 10.000 Euro.

Es kommt öfters vor, dass das Konto die Höhe des Betrags eingrenzt. Unterschieden wird hier in zwei Punkten: 1. Der Höchstbetrag, der nur bis zum Einstiegszins gezahlt wird. Überschreitet der Betrag diese Grenze, so wird alles darüber niedriger verzinst. 2. Maximaleinlage: Darunter ist der Betrag zu verstehen, der maximal auf das Konto angelegt werden darf. Die maximale Summe liegt meist zwischen 500.000 oder 1.000.000 Euro.

4. Zusätzliche Konditionen

Einige Banken bieten Tagesgeld-Angebote nur in Verbindung mit weiteren Produkten an. So erhalten die Kunden einen besseren Zinssatz nur, wenn diese eine Girokonto oder ein Depot eröffnen. Meist gehen diese Angebote mit weiteren Einschränkungen einher, wie einer Mindesteinlagerung auf dem Girokonto.

Deshalb ist es wichtig keine weiteren Finanzprodukte abzuschließen, wenn es nicht notwendig ist. Denn zu bedenken ist, dass ein weiteres Girokonto Ihren Schufa-Score verschlechtern kann.

5. Die Kosten

Prinzipiell ist die Führung eines Tagesgeldkontos kostenlos. Fallen außerordentliche Kosten an, so sind diese in den AGBs der Bank aufgelistet. Ansonsten wird das Konto hauptsächlich online verwaltet. Die einzigen Kosten, die anfallen könnten sind die Gebühren für den Versand der Kontoauszüge.

6. Einlagensicherung

Für Private Anleger gibt es eine Einlagensicherung für den Fall, dass die Bank Insolvenz beantragt oder in finanzieller Notlage gerät. Die Grenze der Einlagensicherung liegt bei 100.000 Euro pro Person und Konto. Der Wert ist EU-weit festgelegt sowie staatlich garantiert. Außerdem sind viele Banken Mitglied in freiwilligen Einlagesicherungsfonds. Dadurch unterstützen sich die Banken untereinander und können somit eine Absicherung für mehrere Millionen Euro sichern.


Welche Voraussetzungen gelten, um ein Tagesgeldkonto zu eröffnen?


Volljährigkeit

Prinzipiell hat die Person, die ein Konto eröffnen möchte Volljährig zu sein. Entsprechend gilt das auch für das Tagesgeldkonto. Ist eine Person Minderjährig, so muss ein Erziehungsberechtigter die Kontoeröffnung bewilligen. Diese Vorgabe erteilt der Gesetzgeber und nicht die Banken.

Keine Eröffnung durch dritte

Das bedeutet, dass die Person nur für sich selbst ein Tagesgeldkonto eröffnen darf. Eine Eröffnung für Freunde, Bekannte oder andere ist nicht erlaubt. Diese Regel besteht deswegen, um einen Missbrauch zu vermeiden.

Wohnsitz

Ein Wohnsitz in Deutschland fällt ebenfalls unter den Voraussetzungen. Möchte eine Person aus dem Ausland ein Konto eröffnen, so hat die Bank vorher die verbraucherschützenden Vorschriften des jeweiligen Landes in Erfahrung zu bringen. Diese werden dann entsprechend umgesetzt. Der Vorgang ist meist sehr aufwendig, weshalb ein Wohnsitz in Deutschland bevorzugt wird.

E-Mail-Adresse

Verlangt die Bank eine gültige E-Mail-Adresse, so kann der Kunde davon ausgehen, dass die Kommunikation hauptsächlich online stattfindet.

Deutsche Mobiltelefonnummer

Ebenfalls ist ein Mobiltelefon mit deutscher Sim-Karte für die Eröffnung eines Tagesgeldkontos notwendig. Der Grund dafür ist das mTAN-Verfahren, wodurch es möglich ist die Transaktionsnummern direkt auf das Mobiletelefon zu senden. Diese Nummern sind nur für wenige Minuten und für die entsprechende Überweisung geeignet.

Internet

Da es sich hauptsächlich um ein online Produkt handelt, ist ein Internetzugang notwendig. Manche lassen sich auch auf eine Kontoführung per Brief oder Telefon ein.


Wie eröffne ich ein Tagesgeldkonto?


Ein Tagesgeldkonto zu erstellen ist einfach und geht schnell. In nur fünf Minuten sind Sie Besitzer eines eigenen Kontos. Haben Sie durch einen Tagesgeld-Vergleich sowie Zinsvergleich den richtigen Anbieter gefunden, so müssen sie nun beim Anbieter Ihrer Wahl auf den entsprechenden Link zum Kontoantrag klicken. Durch diesen gelangen Sie zum Kontoantrag, den Sie nun ausfüllen müssen.

Kontoantrag

Hier haben Sie bei vielen Banken zwei Optionen. Sie können entweder den Antrag online ausfüllen und drucken diesen danach aus oder Sie drucken ihn gleich aus und füllen diesen per Hand aus.

Antrag ausdrucken

Den Antrag sowie das beigefügte PostIdent-Formular ausdrucken. Dieses Formular ist in Deutschland bei einer Kontoeröffnung vorgeschrieben. Es wird dafür verwendet, um die Identität zu überprüfen und festzustellen. Auf das PostIdent-Verfahren kann verzichtet werden, wenn Sie vorhaben bei einer Bank das Konto zu eröffnen, bei der Sie bereits Kunde sind. Es gibt noch eine weitere Alternative nämlich das Video-Ident-Verfahren. Hier ist es möglich über den Videochat mit einem Bankmitarbeiter in Verbindung zu treten. Dieser kann dann über die Kamera des Smartphones oder PC-Bildschirms den Personalausweis oder den Reisepass überprüfen. Zu dem kann er mit dieser Methode den die Vorder- sowie die Rückseite fotografisch festhalten.

Einsenden

Zusammen mit dem ausgefüllten und unterschriebenen Antrag, dem Personalausweis oder Reisepass, PostIdent-Formular und der aktuellen Wohnsitzbestätigung gehen Sie nun zur Post. Dort überprüfen die Angestellten nun anhand Ihres Ausweises Ihre Identität und schicken den Kontoantrag an die Bank weiter.

Erhalt der Zugangsdaten

Die Eröffnung des Tagesgeldkontos und das zusenden Ihrer Zugangsdaten von der Bank kann nun einige Tage dauern.